Hochschulzentrum Donau-Ries auf Messe CONTROL: Industrie 4.0 –Zukunft der Produktion - mit Fachjournalisten diskutiert - Landkreis Donau-Ries

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Hochschulzentrum Donau-Ries auf Messe CONTROL: Industrie 4.0 –Zukunft der Produktion - mit Fachjournalisten diskutiert

11.04.2014: Innovationsoffensive Industrie 4.0

Teilnehmer des Expertengesprächs „Industrie 4.0“ am Stand der IBS auf der Fachmesse CONTROL 2014 in Stuttgart.
Hochschulzentrum
Die vierte industrielle Revolution ist nach übereinstimmender Auffassung der Experten für Fertigungstechnik voll angelaufen. Das zentrale Thema der Hannover Messe, die Innovationsoffensive Industrie 4.0, nimmt gewaltig an Fahrt auf. Mit dabei seit geraumer Zeit ist auch das Technologie Centrum Westbayern (TCW). Dessen Leiter, Prof. Dr.-Ing. Markus Glück war vergangene Woche ein Fachreferent beim Industrie 4.0 Pressegespräch auf der CONTROL, der internationalen Leitmesse für Qualitätsmanagement und Präzisionsmesstechnik in Stuttgart.


Im Gespräch mit Fachjournalisten des VDI, des VDMA und Gästen der IBS AG - einer Siemens Tochter für Produktions- und Qualitätsmanagementsoftware - erläuterte Prof. Dr.-Ing. Markus Glück (Hochschule Augsburg / TCW), selbst auf dem Themenfeld in Forschung und Entwicklung national aktiv, die bevorstehenden Veränderungen im Produktions- und Qualitätsmanagement und berichtete von ersten Erfahrungen mit autonomen Fertigungszellen und cyber-physikalischen Systemen. Letztere sind unter anderem Gegenstand aktueller Forschung und Entwicklung am TCW und an der Hochschule Augsburg.

"Wir setzen uns seit Jahren aktiv mit den Anforderungen der Produktion der Zukunft im Rahmen unserer Innovationsinitiative Produktion 2020", so Glück. Letztere stieß auf ein reges Interesse der Teilnehmer. Vor allem der Einsatz der industriellen Bildverarbeitung und Lasermesstechnik eröffne gewaltige Fortschritte in der Fertigungsautomation, Prozess- und Qualitätskontrolle. Inline Mess- und Prüfsysteme führen dazu, dass Roboter exakter zu positionieren sind und gleichzeitig qualitätsrelevante 100%-Prüfungen an Halbzeugen und Endprodukten im Fertigungstakt vornehmen. Diese Echtzeit Prozesskontrolle erlaube eine pro-aktive Qualitätsanalyse, die sich auszahle.

Diskutiert wurde im Weiteren, welche Auswirkungen sich auf das Qualitätsmanagement in einem sich selbst organisierenden Produktionsumfeld ergeben. Auch wenn sich für die Industrie 4.0 gegenwärtig noch kein klares Endbild abzeichnet, lohnt sich heute schon der Blick auf dann umsetzbare Szenarien.

 
Ergänzende Info zur Industrie 4.0:
Aktuell stehen wir vor dem vierten gewaltigen Umbruch in der produzierenden Industrie. Führende deutsche Unternehmen und die Bundesregierung haben hierzu die Innovationsoffensive "Industrie 4.0" - ausgerufen. Sie ist derzeit in aller Munde. Als erste industrielle Revolution wird die Einführung mechanischer Produktionsanlagen Ende des 18. Jahrhunderts bezeichnet. Die zweite industrielle Revolution betrifft die arbeitsteilige Massenproduktion von Gütern mit Hilfe elektrischer Energie (Fordismus, Taylorismus) seit der Wende zum 20. Jahrhundert. Sie mündeten ab Mitte der 1970er Jahre in die dritte industrielle Revolution, die durch neue Materialien, Robotereinsatz und zentrale Steuerungssysteme und vom Einsatz von Elektronik und IT bestimmt war. Sie endete in der flächendeckenden Automatisierung von Produktionsprozessen und wird im Zuge der anstehenden vierten industriellen Revolution in der nächsten Dekade mit dem Internet der Dinge auf der Basis von Cyber-Physikalische Systeme abgelöst