Ausbruch der Bienenseuche in Belzheim und Fremdingen - Landkreis Donau-Ries

Landkreis Donau-Ries

Ausbruch der Bienenseuche in Belzheim und Fremdingen

28.03.2014: Amerikanische Faulbrut festgestellt.

Nach Mitteilung des Fachbereichs Veterinärmedizin des Landratsamtes Donau-Ries wurde bei Bienenvölkern in Belzheim der Ausbruch der Amerikanischen Faulbrut festgestellt. Um eine weitere Verschleppung der Seuche zu verhindern, wurde um Belzheim ein Sperrbezirk eingerichtet. Da die Bienen bis vor kurzem noch in einem Waldgebiet zwischen Fremdingen und Schopflohe gehalten wurden und anzunehmen ist, dass die Seuche bereits am früheren Standort geherrscht hat, wurde vorsorglich auch dieser Bereich sanktioniert. Die Sperrbezirke umfassen Belzheim und Fremdingen sowie deren Umgebung im Umkreis von ca. einem Kilometer einschließlich Schopflohe.

Beschreibung des Sperrbezirks Belzheim:
Entlang des Westufers der nördlichen Hälfte des Belzheimer Stausees in südlicher Richtung durch den Wald über einen Wirtschaftsweg zur Haupt-Ortsverbindung Belzheim – Hochaltingen, von dort zum Feldkreuz. Entlang des Wirtschaftsweges nach Süden Richtung Nonnenbergmühle. Kurz davor den Wirtschaftswegen nach Osten, weiter nach Süden und Osten die westliche Verbindung Richtung Heuberg kreuzend, weiter nach Osten zur östlichen Verbindung Richtung Heuberg. Dieser nach Norden folgend, über die Ortsverbindung Richtung Nittingen wechselnd über Wirtschaftswege nach Norden zwischen Ried- und Beutmühle zur Haupt-Ortsverbindung Ehingen – Belzheim. Weiter den Wirtschaftswegen Richtung Norden folgend über die östliche Ortsverbindung Richtung Hausen nach Westen am Waldrandweg entlang zur westlichen Ortsverbindung nach Hausen. Weiter in südlicher Richtung zurück zum Westufer des Stausees.

Beschreibung des Sperrbezirks Fremdingen/Schopflohe:
Am östlichen Ortsrand von Schopflohe entlang auf Wirtschaftswegen nach Norden am Waldrand entlang, dem Waldweg nach Westen folgend. Von der Weggabelung direkt zur Bachquelle, am Bach entlang zum Ostufer des Weihers. Weiter am Bach entlang Richtung Süden, die Museumsbahn kreuzend, vom Westufer des nördlichen Weihers zum Südufer des südlichen Weihers über den Verbindungsweg zur Ortsverbindung Richtung Oppersberg. Am Kreuzungspunkt dieser Ortsverbindung mit dem Bachlauf vor Ortseingang Fremdingen zur Höhe 471,4, von dort zum Feldkreuz westlich des Sportplatzes. Südlich am Sportplatz vorbei zur Ortsverbindung Richtung Minderoffingen. Dem Weg daneben Richtung Norden und Osten zur Kläranlage folgend, südlich am Weiher vorbei, am Bachlauf der Mauch entlang über Wirtschaftswege zur Ortsverbindung Richtung Herblingen. Weiter zur Bachgabelung und dem Bachlauf folgend südlich um Schopflohe herum zur Ortsverbindung Richtung Hochaltingen.

Maßnahmen in den Sperrbezirken:
- In den Sperrbezirken müssen nun alle Bienenvölker innerhalb von zwei Wochen auf Anzeichen der Amerikanischen Faulbrut von Amtstierärzten des Landkreises untersucht werden.
- Imker, die in den Sperrbezirken Bienen halten, werden aufgefordert – soweit sie noch nicht benachrichtigt wurden – sich unter Angabe der Adresse und der Anzahl der Bienenvölker beim Veterinäramt (Telefon 0906/74-422) zu melden. Um sicher zu gehen, dass sich die Bienenseuche nicht weiter ausbreitet, erfolgt einige Monate später ein zweiter Untersuchungsdurchgang.
- Aus den und in die Sperrbezirke dürfen keine Bienenvölker verbracht werden.
- Wachs, Waben, Honig und Futtervorräte sowie benutzte Gerätschaften dürfen erst nach Freigabe durch das Veterinäramt aus den Bienenständen entfernt werden.

Amerikanische Faulbrut:
Die Bienenseuche wird durch sehr widerstandsfähige und hochansteckende Bakterien verursacht und führt zum Absterben der Bienenbrut. Der Erreger ist für Menschen völlig ungefährlich. Daher kann auch der Honig unbedenklich verzehrt werden. Freie Bienenbestände werden durch erregerbehaftete räubernde oder sich verfliegende Bienen, Drohnen, andere Insekten und Zwischenträger (Gerätschaften, Beuten, Honig) infiziert. Jeder kann dazu beitragen, dass sich die Bienenseuche nicht weiterverbreitet, indem Honiggläser nur völlig entleert und sauber gereinigt auf den Müll oder in Glascontainer gegeben werden. Müllhalden und Glascontainer gelten als wichtige Infektionsquellen für die Weiterverbreitung der Amerikanischen Faulbrut.