Auf den Spuren von Urmain und Urdonau - Landkreis Donau-Ries

Landkreis Donau-Ries

Auf den Spuren von Urmain und Urdonau

29.04.2014: Viertägige Tour der Journalistengruppe mit Stationen in Donauwörth und Otting.

Gisela Pösges vom RiesKraterMuseum (rechts) erläuterte den Journalisten in einem Steinbruch bei Otting das Impaktgeschehen des Riesereignisses.
Urmain und Urdonau
Um die Urdonautäler ging es bei der jüngsten Pressefahrt der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Donau, der auch das Ferienland Donau-Ries angehört. Bei der viertägigen Tour von Ulm bis Ingolstadt machte die Journalistengruppe auch Station in Donauwörth und Otting, um nicht nur auf den Spuren der "Urdonau", sondern auch des "Urmains" zu wandeln.

​Jedes Jahr veranstaltet die ARGE Deutsche Donau unter Federführung von Geschäftsführer Uly Koch eine Informationsfahrt für Reisejournalisten. In diesem Jahr stand die Donau als frühzeitliche Lebensader bzw. urzeitliches Siedlungsgebiet im Fokus des Interesses. So gab es in Donauwörth zunächst eine Führung durch das Archäologische Museum, bei der Kreisheimatpfleger Erick Bäcker v.a. auch auf die Bedeutung des Flusses für die Siedlungsentwicklung Donauwörths einging. Ulrike Steger, Leiterin der städtischen Tourist-Information, nahm die rund 20 Journalisten dann mit auf einen kleinen Stadtrundgang, ehe es mit dem Bus Richtung Otting weiterging.

Im Steinbruch Otting übernahm es Gisela Pösges vom RiesKraterMuseum Nördlingen in aller Kürze, verständlich und doch wissenschaftlich korrekt das Impaktgeschehen des Riesereignisses und seine Auswirkungen auf Gesteine, Landschaft und Natur zu erläutern. Besonders interessant war dabei, dass im Bereich des Ferienlandes Donau-Ries nicht nur Lech und Donau als große Flusssysteme beheimatet sind, sondern einst sogar der "Urmain" (präriesische Erosionsrinne) über das jetzige Ottinger Steinbruchgebiet floss, dann weiter in Richtung Monheim, Itzing und  Hafenreut, um schließlich bei Donauwörth in die sog. "Urdonau" (Graupensandrinne) zu fließen. Die in der Graupensandrinne fließende "Urdonau" entwässerte allerdings in dieser Zeit nach Südwesten. Durch das Ries-Ereignis wurde das Flusstal zwar verschüttet, entwickelte sich im Laufe der Zeit jedoch wieder bis es den Rheinzuflüssen gelang, dem "Urmain" buchstäblich das Wasser abzugraben. Die Relikte dieses uralten Flusssystems sind bei Monheim jedoch bis heute zu sehen, etwa in Form der Monheimer Höhensande.

"Die Riesgeschichte kam bei den Journalisten sehr gut an, leider war dafür zu wenig Zeit eingeplant", fasste Ferienland- und Geopark-Geschäftsführer Günther Zwerger seine Eindrücke zusammen. Gemeinsam mit seinen beiden Stellvertreterinnen Christine Wahler und Heike Burkhardt hatte er die Journalistengruppe in der Region betreut und konnte dabei interessante Gespräche führen. Fazit: Das Ferienland Donau-Ries bietet noch viel Potenzial – und es ist noch lange nicht so bekannt, wie es das eigentlich verdient hätte.