Gleichstrom-Schnellladestation am Landratsamt Donau-Ries in Donauwörth in Betrieb genommen - Landkreis Donau-Ries

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Gleichstrom-Schnellladestation am Landratsamt Donau-Ries in Donauwörth in Betrieb genommen

10.12.2018: In einer halben Stunde ist der Akku voll: Lechwerke nehmen in Donauwörth erste Gleichstrom-Schnellladestation in Betrieb – Förderung durch „Bundesprogramm Ladeinfrastruktur“.

Erfreut über die Inbetriebnahme in Donauwörth_Bildquelle Christina Bleier
Erfreut über die Inbetriebnahme in Donauwörth_Bildquelle Christina Bleier

Der Ausbau der Ladestationen für Elektroautos geht auch in Donauwörth weiter. Die Lechwerke (LEW) haben dort am Mittwoch die erste Gleichstrom-Schnellladestation in Betrieb genommen. Sie steht am Landratsamt Donau-Ries in der Pflegstraße 2. Sie ist eine von insgesamt 18 neuen LEW-Gleichstrom(DC)-Schnellladesäulen, die über das sogenannte „Bundesprogramm Ladeinfrastruktur“ des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) gefördert werden. Im Rahmen des Förderprogramms hat LEW in diesem Jahr in der gesamten Region insgesamt rund 60 neue Ladestationen (= 120 Ladepunkte) errichtet.

 

„Eine flächendeckende Ladeinfrastruktur ist für den Erfolg der Elektromobilität ganz entscheidend“, sagt LEW-Vorstandsmitglied Dr. Markus Litpher. „Wir sind größter Betreiber öffentlicher Ladeinfrastruktur in der Region und Vorreiter in Sachen Elektromobilität. Mit unseren 270 Ladepunkten liegen wir beim Aufbau der Ladeinfrastruktur in unserer Region voll im Plan. Nun sind die Automobilhersteller am Zug, attraktive und bezahlbare E-Autos auf den Markt zu bringen. Dann wird sich die Elektromobilität in den nächsten Jahren sehr dynamisch entwickeln.“

 

Das eigens entwickelte Flächenkonzept besteht aus einer Mischung von Gleichstrom-Schnellladestationen (DC-Ladestationen) entlang der Autobahnen und Fernstraßen sowie in Städten und Wechselstrom-Ladestationen (AC-Ladestationen) in den ländlichen Gebieten. Mit den neuen Stromtankstellen wird die Infrastruktur dem erwarteten zukünftigen Bedarf angepasst. Die Strommengen für alle LEW-Ladestationen werden ausschließlich regenerativ erzeugt, sodass CO2-freies Fahren möglich ist.

 

Die neue Gleichstrom-Schnellladestation in Donauwörth steht auf dem Besucherparkplatz des Landratsamts Donau-Ries in der Pflegstraße 2. Der Standort ist sowohl nahe am Stadtzentrum mit zahlreichen Einkaufsmöglichkeiten als auch gut von der Bundesstraße B2 erreichbar. Dank Schnellladetechnologie und einer Leistung von bis zu 50 Kilowatt dauert es an der neuen Gleichstrom-Schnellladestation durchschnittlich nur 20 Minuten, bis der Akku eines Elektroautos zu 80 Prozent aufgeladen ist. „Durch die kurzen Ladezeiten an diesen Stationen wird Elektromobilität noch kundenfreundlicher. Deshalb sind sie auch ein zentraler Baustein unseres Konzepts. Mit dem Ausbau der Gleichstrom-Schnellladestationen setzen wir in der Region ganz neue Maßstäbe“, sagt Dr. Markus Litpher.

 

„Die Förderung umweltschonender und moderner Mobilität ist enorm wichtig“, sagt Landrat Stefan Rößle. „Deshalb wollen wir unseren Teil beitragen und mit gutem Beispiel vorangehen.“ So habe man vor zwei Jahren ein Konzept zum Aufbau der Ladesäuleninfrastruktur im Landkreis erstellt. „Eine dazu erstellte Standortanalyse bewertete den Parkplatz am Landratsamt als ideal, und wir freuen uns, dass wir hier nun zusammen mit LEW eine Schnellladesäule in Betrieb nehmen können“, so der Landrat.

 

Für Donauwörths Oberbürgermeister Armin Neudert ist die Förderung von Elektromobilität ein Baustein, um den Mobilitätswandel aktiv mitzugestalten: „Wir sind mit derzeit knapp zehn Ladepunkten im Innenstadtgebiet bereits jetzt vergleichsweise gut aufgestellt – heute kommt eine weitere Ladesäule hinzu. Wir werden als Stadt den Ausbau weiter vorantreiben und kommendes Jahr weitere Ladepunkte schaffen“, so Armin Neudert.

 

Die Ladestation steht auf dem Grundstück des Landkreises. Die Finanzierung übernahm LEW mit Unterstützung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur.

 

In Donauwörth gibt es bereits drei weitere öffentliche LEW-Ladestationen: in der Gartenstraße 15, bei der VR-Bank in der Adolph-Kolping-Straße 32 und bei der Fa. AdvanTec in der Dr.-Ludwig-Bölkow-Straße. Dabei handelt es sich jeweils um Wechselstrom(AC)-Ladesäulen mit je zwei Ladepunkten mit einer Leistung von jeweils bis zu 22 Kilowatt. Weitere LEW-Ladesäulen im Landkreis Donau-Ries gibt es in Kaisheim, Monheim, Oberndorf und Rain.

Bezahlen können Fahrer von Elektroautos das Laden mithilfe der App „eCharge“ von innogy über Kreditkarte oder Paypal. Alternativ können Kunden mit dem Vertrag „LEW Autostrom“ oder der „LEW Autostrom Monatsflat“ für einen Pauschalpreis diese Ladestation unbegrenzt nutzen, ebenso wie rund 4.900 weitere Ladepunkte des innogy-Ladeverbunds. Auch Kunden mit dem Vertrag „LEW Business Autostrom“ können hier vertragsbasiert laden. Darüber hinaus ist die Ladesäule in das größte deutsche Roamingnetzwerk von Hubject eingebunden und kann somit auch von Kunden anderer Mobilitätsanbieter genutzt werden.

 

Die rund 60 neuen Ladesäulen kosten insgesamt rund 1,5 Millionen Euro und werden im Rahmen der Förderrichtlinie Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge (LIS) mit rund 640.000 Euro durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert. Mit dem Bundesprogramm Ladeinfrastruktur unterstützt das BMVI den Aufbau von 5.000 Schnell- und 10.000 Normalladestationen mit insgesamt 300 Millionen Euro. Gefördert werden dabei nur Ladesäulen, die öffentlich zugänglich sind und mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben werden. Die Umsetzung der Förderrichtlinie wird von der NOW (Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie) koordiniert.