3. Energietag im Landratsamt Donau-Ries mit hochkarätigen Referenten war ein voller Erfolg - Landkreis Donau-Ries

Landkreis Donau-Ries

3. Energietag im Landratsamt Donau-Ries mit hochkarätigen Referenten war ein voller Erfolg

17.05.2019: Für den 3. Energietag des Landkreises Donau-Ries zum Thema „Energie-Zukunft - Vision, Theorie und Praxis“ konnte die Energiebeauftragte Heike Burkhardt hochkarätige Referenten gewinnen. Diese informierten mit ihren Vorträgen zu brandaktuellen Themen im Bereich Energie und Elektromobilität. Das energieinteressierte Publikum des Energie-Netzwerks, das der Einladung von Landrat Stefan Rößle gefolgt w

3. Energietag

Landrat Stefan Rößle sieht den Bereich der Energie als Chefsache und als eines der ganz wichtigen Zukunftsthemen, wie er in seiner Begrüßungsrede betonte.

Im Landratsamt selbst wird seit den 90er Jahren aktiv an der Reduzierung des Energieverbrauchs der eigenen Liegenschaften gearbeitet und mit Contracting-Verträgen der Energieverbrauch gesenkt. Der Landkreis Donau-Ries kann zudem auf eine überaus erfolgreiche Bilanz in Sachen Energiewende blicken, insbesondere in den Sektoren Strom und Wärme aus Erneuerbaren Energieträgern.

 

Die Meilensteine im Bereich Energie seit 2000 sowie das im Jahr 2014 eingeführte neue Energie-Leitziel „Bis zum Jahr 2030 60% Anteil an Erneuerbarer Energie durch Mix aus Einsparung und Ausbau Erneuerbarer Energie“ zu erreichen, wurde durch Landrat Stefan Rößle anschaulich erläutert. Als ersten Referenten begrüßte Landrat Rößle Prof. Dipl.-Ing. Timo Leukefeld, den Experten für energetisches Wohnen in der Zukunft und Energieautarkie.

Als erfolgreicher und selbständiger KeyNote-Speaker zum Thema Energie fesselte er in seinem Vortrag „Intelligent verschwenden – neue Wege im Umgang mit Energie“ die Zuhörer und begeisterte mit seiner besonderen Art. Für Ihn sind die Kernthemen der Zukunft in diesem Bereich die Speicherung und Vernetzung von Energie. Das Einsparen oder Einschränken alleine ist laut Leukefeld weder gewünscht noch zielführend. Sein Motto lautete daher: „Intelligent verschwenden, statt dumm sparen“. Zukunftsmodelle wie eine Nahe-Null-Grenzkosten-Gesellschaft, das Leben mit menschenähnlichen Robotern, Häuser aus dem 3-D-Drucker, Pauschalmieten mit Energieflat, das Heizen der Zukunft mit Strom und Wärmepumpe sowie das Plusenergiehaus waren hochinteressante Inhalte seines Vortrages. Seiner Meinung nach wird bald Kühlung wichtiger sein als Heizen und Anbieter nur noch Dienstleistungen statt den „Stoff“ (Strom und Wärme) verkaufen, da Energie aus der Sonne nicht mehr viel kosten wird. Den zweiten Fachvortrag übernahm der Energieexperte Dr.-Ing. Serafin von Roon, Geschäftsführer der Forschungsgesellschaft für Energiewirtschaft (FfE) mbH, der aktuellste Forschungsergebnisse des FfE e.V. mitbrachte und damit „Den Blick der Wissenschaft auf das Energiesystem“. Sein Leitgedanke der Veranstaltung „Das echte Leben ist keine Optimierung!“ bot eine passende Ergänzung zu seinem Vorredner und machte auch hier deutlich, dass ein Senken des Verbrauchs in der Zukunft schwierig werden wird. Die FfE forscht seit 1949 zu nachhaltiger Energie.

Die Sicht und die praktische Erfahrung vor Ort eröffnete und ermöglichte Josef Leberle, Ausbildungsleiter der Bauinnung Nordschwaben und Energieberater der Landkreiskooperation. Landrat Rößle begrüßte ihn als „Urgestein“ und geschätzten zuverlässigen Partner des Experten-Netzwerkes Energie. „Ihre Ausbildung zum Energieberater war schließlich die Initialzündung, dass die Bauinnung und der Landkreis 2002 die Energieberatung auf die Beine stellten, die seit 16 Jahren als kostenlose Dienstleistung in einer Ehrenamtskooperation angeboten werden kann.“, so der Landrat. Die Anwesenden folgten gespannt seinen Erfahrungsberichten zu den Wünschen der lokalen Bauherren im Vortrag „Energetisch Bauen aus Sicht der Bauinnung Nordschwaben, Bauherrenwünsche, zukunftsorientierte Bauweise in der Ausbildung“.

„Die Beiträge und Ideen aus der Veranstaltung sollen in die weitere Entwicklung des Landkreises einfließen“, so die Energiebeauftragte Heike Burkhardt in ihrem Resümee.