Blauzungenkrankheit – Teile des Landkreises sind Sperrgebiet - Landkreis Donau-Ries

Landkreis Donau-Ries

Blauzungenkrankheit – Teile des Landkreises sind Sperrgebiet

05.02.2019: Die Blauzungenkrankheit (Bluetongue disease - BT) ist eine virusbedingte, hauptsächlich akut verlaufende Krankheit der Schafe und Rinder. Ziegen, Neuweltkameliden (u.a. Lamas, Alpakas) und Wildwiederkäuer sind für die BT ebenfalls empfänglich. Das Virus wird über blutsaugende Mücken übertragen. Der Erreger der Blauzungungenkrankheit ist für den Menschen und andere Tiere nicht gefährlich.

Die Blauzungenkrankheit (Bluetongue disease - BT) ist eine virusbedingte, hauptsächlich akut verlaufende Krankheit der Schafe und Rinder. Ziegen, Neuweltkameliden (u.a. Lamas, Alpakas) und Wildwiederkäuer sind für die BT ebenfalls empfänglich. Das Virus wird nicht direkt von Tier zu Tier übertragen, sondern über kleine, blutsaugende Mücken (Gnitzen) der Gattung Culicoides. Der Erreger der Blauzungenkrankheit ist für den Menschen und andere Tiere nicht gefährlich.

Nachdem Deutschland in den Jahren 2006-2009 von der Blauzungenkrankheit betroffen war, war es von 2012 bis Dezember 2018 offiziell frei von dieser Tierseuche.

Mit zwei am 12.12.2018 bestätigten Fällen, bei Rindern, im Landkreis Rastatt in Baden-Württemberg war die BT zurück in Deutschland.

Ein am 31.01.2019 festgestellter Fall im Landkreis Calw führt dazu, dass folgende Gemeinden des Landkreises Donau-Ries mit Allgemeinverfügung zum Sperrgebiet erklärt werden müssen:

 

  • Fremdingen
  • Marktoffingen
  • Maihingen
  • Wallerstein
  • Reimlingen
  • Nördlingen
  • Ederheim
  • Hohenaltheim
  • Forheim
  • Amerdingen

 

Die Allgemeinverfügung wird am 5.2.2019 veröffentlicht und tritt am 6.2.2019 in Kraft.

 

Zudem sind die westlichen Gemeinden des Landkreises Unterallgäu, Dillingen und Ansbach, die gesamten Landkreise Neu-Ulm, Günzburg, Oberallgäu, Lindau und die kreisfreie Stadt Memmingen Sperrgebiet.

 

Als Folge davon ist der Handel und das Verbringen von empfänglichen Tieren erschwert. Tiere können nur noch unter bestimmten Voraussetzungen, mit entsprechender Tierhaltererklärung, verbracht werden.

Weitere Informationen und die Tierhaltererklärungen finden Sie im Internet unter www.donau-ries.de/blauzungenkrankheit.

 

Typische klinische Symptome sind meist nur beim Schaf zu finden. Sie zeigen ca. 7-8 Tage nach der Infektion die ersten Anzeichen einer akuten Erkrankung: erhöhte Körpertemperatur, Apathie und Absonderung von der Herde. Bald nach dem Anstieg der Körpertemperatur schwellen die geröteten Maulschleimhäute an. Es kommt zu vermehrtem Speichelfluss und Schaumbildung vor dem Maul. Die Zunge schwillt an und kann aus dem Maul hängen. Die namensgebende Verfärbung der Zunge ist sehr selten und nur bei hochempfänglichen Schafrassen zu erwarten.

 

An den Klauen rötet sich der Kronsaum und schmerzt. Die Schafe können lahmen und bei tragenden Tieren kann die Krankheit zum Abort führen.

Die klinischen Symptome bei Rindern sind Entzündungen der Zitzenhaut und Schleimhäute im Bereich der Augenlider, Maulhöhle und Genitalien. Zudem treten Ablösungen von Schleimhäuten im Bereich der Zunge und des Mauls sowie Blasen am Kronsaum auf.

 

Mit einer Ausbreitung der Blauzungenkrankheit und somit auch mit einer Ausweitung des Sperrgebietes nach Osten ist zu rechnen.