Jobmotor Donau-Ries Endbericht der Unternehmensbefragung des Landkreises belegt Arbeitskräftedefizit - Landkreis Donau-Ries

Landkreis Donau-Ries

Jobmotor Donau-Ries Endbericht der Unternehmensbefragung des Landkreises belegt Arbeitskräftedefizit

16.07.2014: Zahl steigend in Donau-Ries.

Regionalmanagement Bayern
Donauwörth (pm). 56.036 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte gab es im Dezember 2013 im Landkreis Donau-Ries. Nach einer Befragung des Regionalmanagements und des Wirtschaftsförderverbandes Donau-Ries wird sich diese Zahl weiter erhöhen. Die Befragung zeigt aber auch Probleme auf, beispielsweise bei der Verfügbarkeit von Arbeitskräften im Landkreis.


Der Endbericht liegt nun vor und kann unter

http://www.wfv-donau-ries.de/unternehmensbefragung.html

eingesehen werden.


Bei der Regionalkonferenz des Regionalmanagements wurden die Ergebnisse der Unternehmensbefragung vorgestellt, die von der Firma GEFAK (Gesellschaft für angewandte Kommunalforschung) erstellt wurde. 561 Betriebe aus dem Landkreis, besonders Handwerks- und Kleinbetriebe, hatten sich beteiligt. Neben der Bewertung der Standortfaktoren wurden auch der Fachkräftebedarf und das Interesse an Maßnahmen abgefragt. „Wir wollten wissen, ob und in welchen Branchen der viel diskutierte Fachkräftemangel bereits Realität ist und wie wir jetzt unsere Betriebe unterstützen können“, erläutert Landrat Stefan Rößle.

 
Die Befragung zeigt die zum Teil schon bekannten Stärken und Schwächen des Landkreises auf. So wurden Schulangebot, Kinderbetreuung oder auch Sport-, Freizeit- und Kulturangebot überwiegend positiv bewertet. Ebenso die Verfügbarkeit von Wohnfläche oder auch das Preisniveau. Weniger gut schneidet der Kreis bei Verkehrslage und Verkehrsanbindung bzw. Breitbandversorgung ab. Neben der Entfernung zu Hochschul- und Forschungseinrichtungen werden zudem die fehlenden Arbeitskräfte beanstandet.

 
Das Arbeitskräftepotenzial wird zwar als wichtiger Standortfaktor angesehen, dieser Faktor wird aber relativ schlecht bewertet. So konnten 44 Prozent der Betriebe bereits in der Vergangenheit eine Stelle nicht adäquat besetzen. Oft sei mangelnde Qualifikation das Hindernis für eine Einstellung. Insgesamt geben 43 Prozent der Betriebe an, schon heute vom Fachkräftemangel betroffen zu sein. Aber 310 Betriebe wollen in den nächsten 24 Monaten neu einstellen. Rund 1.000 Stellen sollen so  geschaffen werden.

 
Regionalmanager Klemens Heininger, Projektleiter im Landkreis, sieht Handlungsbedarf: „Wir werden zuerst die Bekanntheit der regionalen Angebote zur Fachkräftesicherung verbessern und dann einen Maßnahmenplan mit den Akteuren der Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung ausarbeiten“. Ansatzpunkte seien beispielsweise mehr betriebsübergreifende Projekte wie eine Unternehmergemeinschaft und gemeinsame Personalgewinnungsmaßnahmen.

 
Weiterführende Informationen und die Präsentation des Veranstaltung finden Sie unter: http://www.wfv-donau-ries.de/unternehmensbefragung.html