Ausbruch der Equinen Infektiösen Anämie (EIA) – Ansteckende Blut-armut der Einhufer im Landkreis Donau-Ries - Landkreis Donau-Ries

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Ausbruch der Equinen Infektiösen Anämie (EIA) – Ansteckende Blut-armut der Einhufer im Landkreis Donau-Ries

29.06.2017: Am 28.06.2017 ist der Ausbruch der Equinen infektiösen Anämie in einem pferdehaltenden Betrieb in Tagmersheim im Landkreis Donau-Ries bisher bei drei Tieren amtlich festgestellt worden. Der betroffene Betrieb wird entsprechend den Vorgaben der Verordnung zum Schutz gegen die ansteckende Blutarmut der Einhufer für drei Monate gesperrt und im Umkreis von einem Kilometer ein Sperrbezirk errichtet.

Am 28.06.2017 ist der Ausbruch der Equinen infektiösen Anämie in einem pferdehaltenden Betrieb in Tagmersheim im Landkreis Donau-Ries bisher bei drei Tieren amtlich festgestellt worden. Der betroffene Betrieb wird entsprechend den Vorgaben der Verordnung zum Schutz gegen die ansteckende Blutarmut der Einhufer für drei Monate gesperrt und im Umkreis von einem Kilometer ein Sperrbezirk errichtet. Im Sperrbezirk müssen alle Pferdehalter ihre Tiere aufstallen und sich beim Veterinäramt melden. Die Pferde müssen klinisch und blutserologisch (Coggins-Test) untersucht werden. Positiv getestete Pferde werden eingeschläfert. Grund hierfür ist, dass weder eine Impfung noch eine antivirale Therapie verfügbar bzw. erlaubt sind und somit eine Ansteckung weiterer Pferde über Stechinsekten möglich ist. Die übrigen Tiere müssen nach drei Monaten noch einmal nachgetestet werden. Erst wenn alle Pferde in der Restriktionszone wiederholt negativ sind, kann die Sperrung aufgehoben werden.

Bei der ansteckenden Blutarmut der Einhufer, auch Equine infektiöse Anämie (EIA) genannt, handelt es sich um eine Viruserkrankung, die ausschließlich Einhufer wie Pferde, Ponys, Esel, Maultiere und Maulesel betrifft. Der Mensch ist nicht gefährdet. Übertragen wird das Virus hauptsächlich mechanisch über Stechinsekten (Bremsen, Stechfliegen etc.). Als vorbeugende Schutzmaßnahmen werden entsprechende Fliegendecken wie auch Mückenschutzmittel empfohlen. Eine direkte Übertragung von Pferd zu Pferd ist zwar grundsätzlich möglich, spielt aber nach wissenschaftlichen Erkenntnissen eine eher untergeordnete Rolle im Infektionsgeschehen.

Die Krankheit weist meist einen anfallsweisen Verlauf von zwei bis vier Tagen auf. Je nach Schweregrad unterscheidet man vier Formen des Krankheitsverlaufes:

1. Plötzlicher Todesfall ohne klinische Symptome (perakute Erkrankung).

2. Hohes Fieber und Muskelschwäche. Gelegentlich werden punktförmige Blutungen im Bereich der Lidbindehäute und der Zungenunterseite festgestellt. Todesfälle sind, wenn auch selten, möglich (akute Erkrankung).

3. Müdigkeit, Leistungsdepression, Abmagerung und Blutarmut (chronische Erkrankung).

4. Keine klinischen Symptome. Durch Stressfaktoren bedingt können vorübergehend Symptome auftreten (siehe auch: http://www.lgl.bayern.de/tiergesundheit/tierkrankheiten/virusinfektionen/equine_infektioese_anaemie/index.htm).

Einmal infizierte Tiere beherbergen das Virus lebenslang und bilden somit ein dauerhaftes Virusreservoir.

Auch außerhalb des Sperrbezirkes sind alle privaten und gewerblichen Pferdehalter im Landkreis Donau-Ries angehalten, ihre Pferdehaltung beim Veterinäramt  Donau-Ries (0906-74 422) anzumelden und  ggf. Auffälligkeiten an ihren Pferden, welche auf eine Infektion mit dem EIA-Virus schließen lassen, mitzuteilen.