Fortbildung zum Thema „Gaming und Gambling – Glücksspielverhalten bei Schülern im Zusammenhang mit Computer- und Handyspielen“ - Landkreis Donau-Ries

Landkreis Donau-Ries

Fortbildung zum Thema „Gaming und Gambling – Glücksspielverhalten bei Schülern im Zusammenhang mit Computer- und Handyspielen“

02.12.2015: Im Landratsamt Donau-Ries fand kürzlich eine Fortbildung zum Thema „Gaming und Gambling – Glücksspielverhalten bei Schülern im Zusam-menhang mit Computer- und Handyspielen“ statt. Eingeladen zur Fortbildung waren suchtbeauftragte Lehrkräfte sowie Jugendsozialarbeiter an Schulen im Landkreis Donau-Ries.

Um das Glücksspielverhalten bei Schülern im Zusammenhang mti Computer- und Handyspielen ging es bei einer Fortbildung im Landratsamt
Eingeladen hatte der Arbeitskreis Suchtprävention Donau-Ries, der sich aus einer Bandbreite von Fachleuten zusammensetzt. Im Einzelnen sind dabei das Cafe Connection der Suchtfachambulanz Donauwörth, die Polizeiinspektionen des Landkreises Donau-Ries, die Präventionsfachstelle sowie die Kommunale Jugendarbeit des Landratsamtes Donau-Ries und eine Notärztin aus Donauwörth zu nennen.

Stefan Graßl, Leiter des Arbeitskreises Suchtprävention und Präventions-fachkraft am Landratsamt Donau-Ries, begrüßte die Anwesenden und führte im weiteren Verlauf durch die Veranstaltung.

Niels Pruin vom Cafe Connection der Caritas Suchtfachambulanz Donauwörth arbeitete die immer größer werdende Verbindung von Computer- und Internetspielen im Zusammenhang mit Glücksspiel heraus. Mithilfe von Videosequenzen wurde die Attraktivität solcher Spiele veranschaulicht. Die Suchtgefahr besteht konkret darin, dass im Fall eines Erfolgs große Mengen an Glückshormonen ausgeschüttet werden. „Verliert ein Spieler jedoch seinen erfolgreichen Status in Form von Levels, Punkten oder Gegenständen, möchte er diesen so schnell wie möglich wieder zurück gewinnen oder erhöhen – somit spielt er weiter“, so Pruin.
Auf die Altersbeschränkung solcher Spiele sollte man sich allerdings nicht verlassen. Diese orientiert sich ausschließlich an den jugendgefährdenden Inhalten der Spiele und nicht an den sogenannten „Bindungsfaktoren“, die den Nutzer an das Spiel „fesseln“. Somit sind Jugendliche gefährdeter als Erwachsene. Permanente Müdigkeit, Gereiztheit oder Leistungsabfall in der Schule können durchaus Anzeichen eines problematischen Spielverhaltens sein. Bei der Behandlung von Betroffenen ist es zwingend notwendig, das familiäre Umfeld einzubeziehen, um neue Alltagsstrukturen zu vermitteln.

Barbara Pfahler (Fachstelle Glücksspielsucht) und Rebekka Neumann von der Caritas Suchtfachambulanz Donauwörth stellten im weiteren Verlauf ihr Projekt zum Thema Glücksspiel vor. Das Projekt richtet sich direkt an Schüler unterschiedlichster Schularten und kann von Lehrkräften gebucht werden. Innerhalb des Workshops bekommen die Schüler die Gelegenheit, sich mit ihrem eigenen Spielverhalten kritisch auseinanderzusetzen. Dabei werden auch die positiven Aspekte des Spielens herausgearbeitet, denn „wer nur die negativen Aspekte des Spielens anspricht, wird von den Jugendlichen nicht ernst genommen“, so Pfahler.

Zum Ende der Fortbildung wurde auf die Hilfsmöglichkeiten und Bera-tungsstellen im Landkreis Donau-Ries hingewiesen. Die Teilnehmer erhielten Infomaterial und Broschüren ausgeteilt, die sie in der Arbeit mit den Schülern und Eltern einsetzen können.

Für weitere Informationen können Sie sich gerne an folgende Stelle wenden: Arbeitskreis Suchtprävention, Stefan Graßl, Präventionsfachstelle am Landratsamt Donau-Ries, 0906/74 534 oder stefan.grassl@lra-donau-ries.de