Schulzentrum Rain: Landrat lädt Leserbriefschreiber ein - Landkreis Donau-Ries

Landkreis Donau-Ries

Schulzentrum Rain: Landrat lädt Leserbriefschreiber ein

01.12.2016: Der Neubau des Schulzentrums in Rain hatte in den letzten Wochen große Emotionen bei den Bürgerinnen und Bürgern im Lechgebiet ausgelöst. Der Elternbeirat der Realschule Rain, Eltern von betroffenen Schülern und ein ehemaliger Lehrer hatten sich in Leserbriefen und Pressemitteilungen an die Donauwörther Zeitung gewandt und dabei auch Landrat Stefan Rößle kritisiert.

Schulzentrum/Realschule_Rain_2016

Der Neubau des Schulzentrums in Rain hatte in den letzten Wochen große Emotionen bei den Bürgerinnen und Bürgern im Lechgebiet ausgelöst. Der Elternbeirat der Realschule Rain, Eltern von betroffenen Schülern und ein ehemaliger Lehrer hatten sich in Leserbriefen und Pressemitteilungen an die Donauwörther Zeitung gewandt und dabei auch Landrat Stefan Rößle kritisiert.

Da viele angesprochene Punkte auf offensichtlichen Missverständnissen und Mutmaßungen beruhten, hat Landrat Rößle die Schreiber der Leserbriefe zusammen mit der Donauwörther Zeitung zu einem persönlichen Gespräch zu sich in sein Büro eingeladen. Erfreut war der Kreischef darüber, dass alle eingeladenen Personen seiner Einladung gefolgt waren. Der sich anschließende zweistündige Meinungsaustausch wurde sehr intensiv geführt. Landrat Rößle erläuterte eingangs die Maßnahmen, die in den letzten Jahren in Rain und im Lechgebiet von Landkreisseite umgesetzt wurden und stellte direkt an die am Tisch sitzenden Personen die Frage, was denn der Landkreis in der Region nicht getan habe. Er betonte, dass es ihm vollkommen fern läge, eine Region im Landkreis zu bevorzugen oder zu benachteiligen und belegte dies durch einen kurzen Überblick auf die in den zurückliegenden Jahren auf das gesamte Donau-Ries verteilten Maßnahmen und Investitionen des Landkreises. Zum geplanten Neubau der Realschule bzw. des Schulzentrums Rain erläuterte Landrat Rößle zunächst die Rolle des von ihm eingerichteten Strategiekreises. Dieser ist kein Beschlussgremium und wurde auch nicht speziell für die geplante Schulbaumaßnahme in Rain eingerichtet. Vielmehr wurden hier bis heute bereits mehrere Vorschläge erarbeitet, wie künftig Baumaßnahmen möglichst innerhalb des Kostenrahmens abgewickelt werden können oder dass eigenes Personal externer Projektsteuerung vorgezogen werden soll.

Selbstverständlich befasste sich der Strategiekreis auch mit der Realschule Rain und stellte entsprechende Überlegungen an, wie sich dort die Schülerzahlen entwickeln könnten. Landrat Rößle betonte, dass es seine Pflicht sei, mit Steuergeldern verantwortungsvoll umzugehen und unnötige Ausgaben des Landkreises zu vermeiden. In diesem Zusammenhang wurde auch eine Reduzierung der Klassenzimmeranzahl thematisiert, wodurch die emotionalen Reaktionen ausgelöst wurden. Der Donau-Rieser Kreischef konnte die Gesprächsteilnehmer jedoch beruhigen, dass hinsichtlich der Realschule Rain nichts Negatives oder Nachteiliges passiert sei. Die von ihm für Ende dieses Jahres zugesagte Grundsatzentscheidung im Kreistag wird getroffen werden. Es kommt also zu keinen Verzögerungen.

Außerdem werden die 33 Klassenzimmer, die von der Regierung von Schwaben nach den aktuellen Schülerzahlen / -prognosen gefördert werden können, auch gebaut. Wie Landrat Rößle ergänzte, sei man vor einigen Jahren noch von 35 Klassenzimmern ausgegangen. Die Regierung von Schwaben müsse bei der Prüfung der Förderfähigkeit jedoch immer die aktuellen Schülerzahlen berücksichtigen.

Aufgrund der aktuell belastbaren Erhebungen errechnet sich nun ein Bedarf von noch 33 Klassenzimmern. Darüber hinaus werde keine Förderung gewährt. Daneben verständigte man sich in Absprache mit der Schulleitung darauf, auf zwei naturwissenschaftliche Räume und einer Fläche von 150 m² aus dem Bereich der Lernlandschaften (es verbleiben immer noch rund 300 m²) zu verzichten.

Landrat Rößle betonte hierzu nochmals, dass diese Einsparung mit ausdrücklicher Zustimmung der Schulleitung erfolgte. Insgesamt konnten also rund 500 m²  an Fläche eingespart werden.

Dies entspräche, wie der Landrat anschaulich mit einem Bild erklärte, der Fläche von vier Einfamilienhäusern und in Zahlen ausgedrückt annähernd zwei Millionen Euro, die der Landkreis einsparen kann ohne dass der Schule daraus ein Mangel entstehe.

Am Ende des Gesprächs stand in jedem Fall das  Fazit: „Es hat sich gelohnt“.