Das Ries-Ereignis in bewegten Bildern - Landkreis Donau-Ries

Landkreis Donau-Ries

Das Ries-Ereignis in bewegten Bildern

06.09.2016: Ein Meteorit rast mit 70.000 Stundenkilometern auf die Erde zu. Bei seinem Einschlag zerstört er jegliches Leben im Umkreis von 100 Kilometern. Was sich wie das Katastrophenszenario für einen Hollywood-Film anhört, ist tatsächlich passiert: vor 14,5 Millionen Jahren im Meteoritenkrater Ries.

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Animation: „Uhr der Erdgeschichte“ zeigt 4,5 Milliarden Jahre Erdentwicklung

Nördlingen (pm). Ein Meteorit rast mit 70.000 Stundenkilometern auf die Erde zu. Bei seinem Einschlag zerstört er jegliches Leben im Umkreis von 100 Kilometern. Was sich wie das Katastrophenszenario für einen Hollywood-Film anhört, ist tatsächlich passiert: vor 14,5 Millionen Jahren im Meteoritenkrater Ries. Nun wurde dieser Asteroideneinschlag digital in Szene gesetzt, als Animation ist er ab sofort in den Geopark Infozentren in Nördlingen, Oettingen und Treuchtlingen zu sehen.

Der Nationale Geopark Ries hat anlässlich seines zehnjährigen Jubiläums in diesem Jahr die Simulation des Einschlagsereignisses im Ries in Auftrag gegeben. Erstellt wurde sie von Prof. Dr. Michael Bauer vom Steinbeiszentrum Paracam der Hochschule Aalen. Bauer hat auch die „Uhr der Erdgeschichte“ programmiert, die der Geopark Ries als erster Geopark in Deutschland erworben hat und für die Besucherinformation einsetzt. Zusammen zeigen sie in wenigen Minuten eindrucksvoll, wie unsere Erde entstanden ist und sich in 4,5 Milliarden Jahren entwickelt hat. Besonders beeindruckend: Im Zeitraffer ist die Verschiebung der Kontinente in der Vergangenheit und mit Ausblick in die Zukunft dargestellt.  Auch Vorfälle wie der Rieser Asteroideneinschlag haben das Bild unseres Planeten geprägt.

Die Animation des Einschlagsszenarios beruht auf neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen, betont Geopark-Geschäftsführer Günther Zwerger. So wurde Prof. Bauer unter anderem von Dr. Kai Wünnemann vom Museum für Naturkunde Berlin und Leibniz Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung und Privatdozent Dr. Gernot Arp von Geowissenschaftlichen Zentrum der Georg-August-Universität Göttingen unterstützt. Wünnemann ist Impaktforscher und hat die Modellrechnungen für das Einschlagsereignis erstellt, Arp ist Spezialist für die Ries-See-Zeit. Außerdem haben an dem Projekt Prof. Dr. Stefan Hölzl, Leiter des RiesKarterMuseums in Nördlingen, und Gisela Pösges, Leiterin des Geopark-Expertenteams Geologie, mitgearbeitet. 

Die „Uhr der Erdgeschichte“ zeigt die Entstehung der Erde in wenigen Minuten. Die Erdgeschichte als interaktive Animation wird in den Infozentren des Geoparks Ries in Nördlingen, Oettingen und Treuchtlingen zu sehen sein. Heike Burkhardt, Projektleiterin beim Geopark Ries, ist überzeugt, dass es heutzutage wichtig ist, den Besuchern komplizierte Prozesse wie den Ries-Einschlag mittels wissenschaftlich korrekter Animation zu vermitteln. Die „Uhr der Erdgeschichte“ und die Einschlagsanimation werden exklusiv in den Infozentren gezeigt und warten diese damit auf. Die Besucher können über einen Touchscreen-Bildschirm Informationen während der Animation abrufen, die Ansicht der Erdkugel drehen oder auch einen Blick in die Zukunft werfen. Zusätzlich kann auch die Einschlagsanimation abgespielt werden.  

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde mit Landrat Stefan Rößle, Nördlingens Oberbürgermeister Hermann Faul und Prof. Dr. Michael Bauer wurde die „Uhr der Erdgeschichte“ nun im Infozentrum in Nördlingen vorgestellt und offiziell übergegeben. Landrat Rößle freut sich, das im Jahr des Geopark-Jubiläums ein weiteres Projekt realisiert werden konnte, das den Besuchern des Geoparks – Touristen wie auch Einheimischen – direkt zu Gute kommt und den Geopark insgesamt noch attraktiver macht.     

 

(Foto: Elisabeth Birzele)

 

Bildtext:

Prof. Bauer, Landrat Stefan Rößle, Oberbürgermeister Faul, Geopark Geschäftsführer Günther Zwerger, Stellvertreterin Heike Burkhardt

Verantwortlich:

Nationaler Geopark Ries

Günther Zwerger,

Pflegstr. 2

86609 Donauwörth

Tel.: 0906/74-140

EMail: guenther.zwerger@geopark-ries.de           

06.09.2016