Ries bleibt für weitere fünf Jahre Nationaler Geopark - Landkreis Donau-Ries

Landkreis Donau-Ries

Ries bleibt für weitere fünf Jahre Nationaler Geopark

30.11.2016: Es ist eine wahre Lobesrede auf den Geopark Ries. Die GeoUnion Alfred-Wegener-Stiftung hat jüngst das Ergebnis der Evaluierung 2016 dem Vorsitzenden des Geoparks Ries, Landrat Stefan Rößle, mitgeteilt und findet darin viele lobende Worte für die Arbeit der vergangenen Jahre. Damit darf der Geopark Ries nun für weitere fünf Jahre mit dem Label „Nationaler Geopark“ werben.

v.re. die stellvertretende Geopark-Geschäftsführerin Heike Burkhardt und Geschäftsführer Günther Zwerger, die wissenschaftlich unterstützt werden durch Gisela Pösges vom Rieskratermuseum und Prof. Dr. Richard Höfling vom GeoZentrum Nordbayern der Universi
Mit seinem Engagement und seinem Erfolg leiste der Geopark Ries einen ganz entscheidenden Beitrag für die Geopark-Bewegung insgesamt, für den Geotourismus und die geowissenschaftliche Öffentlichkeitsarbeit, heißt es in dem Schreiben. Dafür wird den Verantwortlichen im Landkreis Donau-Ries ein herzlicher Dank ausgesprochen.
Der Geopark Ries besitze mit dem wissenschaftlich hervorragend dokumentierten Impaktkrater Nördlinger Ries ein einzigartiges Alleinstellungsmarkmal, das wie bei kaum einem anderen Geopark konsequent und sichtbar umgesetzt werde, so Dr. Christof Ellger, Geschäftsführer der GeoUnion. Als eindrucksvoll bezeichnet er die Zahl der Geotope im Geopark, die für den Geotourismus entwickelt wurden. Hinzu komme ein großes Führungs- und Veranstaltungsangebot und die Bedeutung als Lernort für Schulen und Hochschulen mit den dafür erstellten umfangreichen Materialien. Lobend hervorgehoben wird von der GeoUnion auch die Arbeit des weitgespannten, vielseitigen und exzellent funktionierenden Netzwerkes von Akteuren in der Region. Entsprechend gut seien Vermarktung und Vertrieb organisiert. „Wir waren mit der Entwicklung des Geoparks sehr zufrieden – aber eine Anerkennung von außen, von so kompetenter Stelle hat dann doch nochmal eine andere Bedeutung“, freut sich Landrat Rößle.

Geopark-Geschäftsführer Günther Zwerger freut sich, dass auch das Vorzeigeprojekt des Geoparks – Geopark Ries kulinarisch – Erwähnung findet. Das fruchtbare Acker- und Gartenbauland des begünstigten Beckenraumes mit seiner hoch differenzierten Produktauswahl werde im Sinne eines Ökotourismus den Besuchern in beispielhafter Weise erschlossen, so das Schreiben.

Nationale Geoparks in Deutschland werden alle fünf Jahre einer Überprüfung zur Qualitätssicherung unterzogen, 2016 war es für den Geopark Ries wieder soweit. Die Geschäftsführung des Geoparks – Geschäftsführer Günther Zwerger und seine Stellvertreterin Heike Burkhardt – hatten „vorbildlich ausgearbeitete Evaluierungsunterlagen“, so Ellger, vorgelegt. Im Sommer dann waren zwei Mitglieder der Expertengruppe Nationale Geoparks in Deutschland ins Ries gekommen, um sich vor Ort ein Bild zu machen. Dr. Ulrike Mattig vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst und Hans-Dieter Niederprüm vom Tourismusverband Fränkisches Seenland waren mit Zwerger und Burkhardt sowie den beiden Wissenschaftlern, Gisela Pösges vom RiesKraterMuseum Nördlingen und Prof. Dr. Richard Höfling vom GeoZentrum Nordbayern der Universität Erlangen-Nürnberg unterwegs. Dabei besichtigten sie unter anderem einige der Erlebnis-Geotope.

Das Nördlinger Ries ist der am besten erhaltene Meteoritenkrater Mitteleuropas. Das flache, weitgehend unbewaldete Kraterbecken mit seinen 25 km Durchmesser und der bis zu 150 m hohen Kraterrand sind gut in der Landschaft sichtbar. Diese in ihrer Ausprägung einzigartige und wissenschaftlich bedeutsame Landschaft ist die Grundlage des Nationalen Geopark Ries, dessen Gebietskulisse sowohl den eigentlichen Impaktkrater als auch die umliegenden Auswurfmassen einschließt. Insgesamt 53 Gemeinen aus fünf Landkreisen und zwei Bundesländern (Bayern und Baden-Württemberg) gehören dem Geopark Ries an.