Dorfläden beleben die Gemeinde - Landkreis Donau-Ries

Landkreis Donau-Ries

Dorfläden beleben die Gemeinde

02.11.2016: Ein neues regionales Netzwerk verbindet die Dorfläden im Landkreis Donau-Ries

Projekttreffen Dorfläden

Im Landkreis Donau-Ries wurde ein Dorfladennetzwerk initiiert. Landrat Stefan Rößle und Konversionsmanagerin Barbara Wunder hatten dazu eingeladen. Bisher existieren acht Dorfläden in der Region, ein Dorfladen steht kurz vor der Eröffnung und zwei weitere sind bereits in der intensiven Planungsphase. Immer neue Initiativen zeigen, dass diese Läden zur Aufrechterhaltung der sozialen Infrastruktur wesentlich beitragen. Für die Versorgung vor Ort, vorwiegend auch für immobile Bürgerinnen und Bürger, sind sie eine wichtige Säule. Dabei sind die Dorfläden nicht nur Einkaufsmöglichkeiten, sondern auch wichtige Treffpunkte im Dorf. Oftmals wird das Angebot durch ein Café oder Bistro erweitert. Um diese wichtigen Institutionen zu stärken, zu verbinden und zu unterstützen, wurde dieses Netzwerk durch das Konversionsmanagement ins Leben gerufen. Das Konversionsmanagement am Landratsamt Donau-Ries ist Teil der Stabstelle Kreisentwicklung.

Im neu gegründeten Dorfladennetzwerk schließen sich die bereits bestehenden und künftigen Dorfläden, die sich in der Planung befinden, zusammen. Das Netzwerk soll die Akteure und Engagierten der Dorfladeninitiativen in der Region an einen Tisch bringen. Gerade in regionalen Netzwerken können passgenaue lokale Strategien erarbeitet werden, betont Konversionsmanagerin Barbara Wunder. Sie sieht Dorfläden als wichtigen Baustein im Rahmen der Strategie des Konversionsmanagements zur Stärkung des ländlichen Raums. So werden in regelmäßigen Abständen aktuelle Bedarfe diskutiert, aber auch konkrete Projekte besprochen. Ein Ziel des Netzwerkes ist die Optimierung von Vertriebs- und Vermarktungsstrukturen. Die regionalen Produkte im Landkreis Donau-Ries stehen dabei im Mittelpunkt, unter anderem die Erzeuger- und Gastronomengemeinschaft Geopark Ries kulinarisch. Eines der konkreten Projekte ist beispielsweise ein Einkaufsführer für regionale Produkte im Landkreis.

Dorfläden als wichtige Institutionen

Bisher existieren in den Gemeinden Amerdingen, Daiting, Ebermergen, Huisheim Megesheim, Rögling, Tagmersheim und Wolferstadt insgesamt acht Dorfläden in der Region. Der Dorfladen in Alerheim wird in Kürze eröffnet. In den Gemeinden Oberndorf und Fünfstetten sind die Akteure derzeit in der intensiven Planungsphase. Diese große Anzahl an bestehenden Dorfläden und immer neuen Initiativen in den Gemeinden zeigt, dass Dorfläden wichtige Institutionen auf der Fläche darstellen. Dies gilt vor allem auch für immobile Bürgerinnen und Bürger. Das viele der bestehenden Dorfläden Cafés und Bistros haben zeigt auch, dass hier nicht nur Einkaufsmöglichkeiten geschaffen werden, sondern auch Treffpunkte für die Bevölkerung. Landrat Stefan Rößle betonte bei seiner Begrüßungsrede, dass damit die Aufrechterhaltung der sozialen Infrastruktur gegeben ist, was einen positiven und wichtigen Effekt darstellt.

Vorteile von Netzwerken

Bei der Einrichtung von Netzwerken und Arbeitsgruppen unterschiedlichster Art konnten in der Vergangenheit viele positive Effekte wahrgenommen werden. Das Netzwerke langfristig bestehen und erfolgreich arbeiten, bestätigt dies. Ein Vorteil von Netzwerken ist vor allem der Wissenstransfer, der Erfahrungsaustausch, das kooperative und arbeitsteilige Handeln, der fachliche Input, der Austausch von Informationen und Ideen und die gegenseitige Unterstützung. Das Konversionsmanagement des Landkreises Donau-Ries koordiniert dieses Netzwerk, führt Projekte durch und unterstützt die Netzwerkteilnehmer fachlich.

Für weitere Informationen und Fragen zum Dorfladennetzwerk wenden Sie sich an Konversionsmanagerin Barbara Wunder unter 09 06 / 74 – 305 oder unter barbara.wunder@donauries.bayern.

Zum Beitragsbild: 

Landrat Stefan Rößle und Konversionsmanagerin Barbara Wunder bei der Begrüßung der Teilnehmer des Dorfladennetzwerkes.

Foto: Stefanie Fieger, Landratsamt Donau-Ries