So verliefen die Faschingsumzüge 2020 – Das Landratsamt zieht Bilanz - Landkreis Donau-Ries

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So verliefen die Faschingsumzüge 2020 – Das Landratsamt zieht Bilanz

28.02.2020: Die Faschingsumzüge im Landkreis sind in dieser Saison äußerst positiv verlaufen. Dies bestätigen auch die Rückmeldungen der Polizei. Es waren kaum Zwischenfälle zu verzeichnen, die Umzüge liefen weitgehend friedlich ab.

Gundula
Landratsamt Donau-Ries

In Übereinstimmung mit den Aussagen der drei Polizeiinspektionen stellt das Landratsamt fest, dass die geforderten Sicherheitskonzepte und Auflagen dazu beigetragen haben, die Sicherheit bei den Umzügen zu erhöhen.

 

Zunächst standen die Faschingsgesellschaften der Forderung nach einem Sicherheitskonzept eher kritisch gegenüber. Die Skepsis, ob ein solches wirklich notwendig ist und die gewollte Wirkung erzielt, war groß. Das Landratsamt hat bereits 2018 eine Checkliste an die Vereinen herausgegeben, anhand derer die verschiedenen Risiken bewertet werden konnten. Landrat Stefan Rößle, der selbst Vereinsvorsitzender ist, ist sich des Verwaltungsaufwands bewusst. Auf seine Initiative wurde im letzten Jahr den Faschingsvereinen eine Sicherheitsfirma zur Seite gestellt, die die Faschingsgesellschaften bei der Erstellung der Konzepte beratend unterstützte. Bei der Erarbeitung der Sicherheitskonzepte kamen an mancher Stelle Sicherheitslücken zu Tage und konnten so im Vorfeld durch den Veranstalter behoben werden.

 

Sehr zur Freude von Landrat Rößle kann das Landratsamt nun feststellen, dass der weit überwiegende Teil der Faschingsvereine gerne das Unterstützungsangebot annahm und die entsprechenden Konzepte vorlegte. Dadurch konnte auch in Genderkingen in diesem Jahr wieder ein Faschingsumzug stattfinden, nachdem er letztes Jahr wegen des hohen Aufwands abgesagt wurde.

 

Auch für die Vereine selbst ergaben sich Vorteile: Die  Konzepte verbesserten die Sicherheit der Umzüge und somit auch die Sicherheit für die Besucher. Dadurch konnte automatisch auch das eigene Haftungsrisiko der Vereine verringert werden.

 

Da in der Vergangenheit beim Aufsammeln von Süßigkeiten und dergleichen schwere Unfälle geschehen sind, hat auch die oft kritisierte Regelung, dass Bonbons nur seitlich zu den Häuserzeilen hin geworfen werden dürfen, ihren ernsten Hintergrund. In einem besonders tragischen Fall ist dabei ein Mädchen unter einen Wagen gekommen und verstorben. Aus einem vergleichbaren Anlass ist im Jahr 2018 im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen eine junge Frau ebenfalls tödlich verunglückt. Dort haben die Behörden das Werfen von Süßigkeiten nun gänzlich verboten.

Gerade auch an dem schrecklichen Vorfall in Volkmarsen, bei dem ein Auto beim Rosenmontagszug in die Menge gerast ist,  wurde wieder deutlich, wie wichtig ein schlüssiges Sicherheitskonzept ist.

 

Das Landratsamt bedankt sich bei allen Faschingsvereinen für die beispielhafte Zusammenarbeit. Durch die gute Organisation und den Einsatz der vielen Ordner und Helfer gelang es, dass es zu keinen Zwischenfällen kam.

 

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