Staubablagerungen in Harburg: Untersuchungsbericht liegt nun vor - Landkreis Donau-Ries

Landkreis Donau-Ries

Staubablagerungen in Harburg: Untersuchungsbericht liegt nun vor

05.11.2015: Laut Landesamt für Umwelt besteht keine Gesundheitsgefahr. Die Frage der Ursache für den Staub konnte jedoch nicht zweifelsfrei geklärt werden.

Die Ergebnisse der Untersuchung durch das Bayer. Landesamt für Umwelt (LfU), die das Landratsamt Donau-Ries zur Klärung der ungewöhnlichen Staubablagerungen in Harburg Ende September in Auftrag gegeben hatte, liegen nun vor. Wichtigste Erkenntnis daraus ist zunächst, dass nach den Analysen des LfU aufgrund der ermittelten Inhaltsstoffe von keinen Gesundheitsgefahren durch den Staub auszugehen ist. Eine eindeutige Zuordnung zu einem bestimmten Verursacher konnte der Untersuchungsbericht dagegen nicht liefern.

Im Rahmen einer gemeinsamen Ortsbegehung am 30.09.2015 durch Vertreter beider Behörden wurden vom LfU Staubproben von verschiedenen betroffenen öffentlichen Flächen genommen. Um auf die Herkunft der Niederschläge rückschließen zu können, wurden zusätzlich Vergleichsproben von in Frage kommenden größeren Staubquellen bezogen. Bei diesen handelte es sich um die Baustelle an der B25 (Fahrbelagserneuerung) und die Errichtung der Lärmschutzwände im Rahmen der Instandsetzung des Burgtunnels sowie um das örtliche Zement- und Kalkwerk. Die entnommenen Proben wurden vom LfU einer optischen, mikroskopischen und elementaranalytischen Untersuchung unterzogen. Zur Klärung der Herkunft wurde geprüft, ob Übereinstimmungen des Verteilsmusters der analysierten Metalle in den Staubproben mit den Vergleichsproben erkennbar sind.

Dabei wurden im Ergebnis „auffällige“ Übereinstimmungen mit der Rückstellprobe des Portlandzements aus dem Zement- und Kalkwerk festgestellt. In geringerer Ausprägung liegen auch Übereinstimmungen mit dem Staub von der Lärmschutzwand und den Staub- und Bodenproben der Baustelle an der B25 vor. Dagegen waren Übereinstimmungen mit Staubproben aus den Gabionen der Lärmschutzwand und dem Kalksteinmehl aus dem Steinbruch des Märker-Werkes nicht herzuleiten.

Aus behördlicher Sicht ist damit noch keine zweifelsfreie Zuordnung zu einem bestimmten Verursacher möglich. Das Ergebnis wird aber vom Landratsamt zum Anlass genommen, die Anlagenüberwachung im Zementwerk zu intensivieren und insbesondere zu prüfen, ob weitergehende Maßnahmen zur allgemeinen Staubminimierung umgesetzt werden können. Die Bürger werden gleichzeitig gebeten, sich im Falle des Auftretens neuer Staubemissionen weiterhin umgehend beim Landratsamt zu melden.

Betroffene, die sich bereits an das Landratsamt gewandt haben, werden nochmals schriftlich über das Ergebnis der Untersuchung informiert. In den Untersuchungsbericht des LfU kann beim Landratsamt und der Stadt Harburg zu den üblichen Dienstzeiten Einsicht genommen werden.

 

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