Der botanische Obstgarten - Schäbles Kleinod

Das Grundstück zwischen Wemding und Rudelstetten übertrug Antonie Schäble 2011 dem Landkreis Donau-Ries. Verbunden mit der Schenkung war der ausdrückliche Wunsch, das Stück Land „… zum Wohle der Natur und der Menschen durch naturgemäße Pflegemaßnahmen zu erhalten und als lehrreiches Naturobjekt vor allem für die Jugend auszubauen.“

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Geflammter Kardinal

Geschichte:

Alte deutsche Sorte, bereits 1801 beschriebener Zufallssämling aus Norddeutschland. Möglicherweise aber viel älter.

Frucht:

Unregelmäßig hochgebauter bis platter Apfel, mittelgroß bis groß (ca 130 g). Die Hälften sind stark ungleich. Gerippte, tiefe Kelcheinsenkung. Ein kurzer, dicker Stiel sitz in einer weiten, strahlig berosteten Grube. Die Hälften sind stark ungleich. Die Fruchtschale ist glatt, glänzend und fettig. Grundfarbe hellgelb, sonnenseitig mit geflammten roten Streifen überzogen. Druckfeste Frucht. Das Fruchtfleisch ist grünlich bis gelbweiß, locker, saftig, erfrischend, aber ohne Würze.

Kerne lösen sich häufig (Klapperapfel)

Reifezeit:

September als Küchenapfel, sonst Ende Oktober genießbar, hält bei guter Lagerung bis ca.  März. Bis zur Reife windfest, dann aber schnell fallend.

Standort:

Stellt an Boden und Lage keine besonderen Ansprüche. Auch für hohe, aber windgeschützte Lagen geeignet.

Anfälligkeit:

Robuste Sorte. Auf schweren Böden kann Obstbaumkrebs auftreten.

Blüte

Frühe, langanhaltende, unempfindliche Blüte. Schlechter Pollenspender (Triploid).

Sonstiges

Frosthartes Holz. Bäume können sehr alt werden. Wird unter anderem auch 'Falscher Gravensteiner', 'Backapfel', 'Hohlhäuschen' und 'Kaiserapfel genannt'.

 

 


https://www.obstsorten-bw.de/fileadmin/Dateien/Sortenbeschreibungen/Geflammter-Kardinal_KOB.pdf, Dr. Eduard Lucas: Pomologische Tafeln , Buch "Alte und neue Apfelsorten", Franz Mühl

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