Der botanische Obstgarten - Schäbles Kleinod

Das Grundstück zwischen Wemding und Rudelstetten übertrug Antonie Schäble 2011 dem Landkreis Donau-Ries. Verbunden mit der Schenkung war der ausdrückliche Wunsch, das Stück Land „… zum Wohle der Natur und der Menschen durch naturgemäße Pflegemaßnahmen zu erhalten und als lehrreiches Naturobjekt vor allem für die Jugend auszubauen.“

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Gravensteiner

Geschichte:

Der wahrscheinliche Entstehungsort ist Gravenstein in Schleswig-Holstein. War in Ostsee-Küstenländern viel verbreitet und von dort in den Rest Deutschlands gekommen.

1788 wurde die Sorte 'Gravensteiner' erstmalig vom Pomologen Hirschfeld beschrieben.

Frucht:

Mittelgroße Früchte (ca. 130 g). Unregelmäßige, runde, grobkantige Form, höher als breit. Einzelne Rippen und Wölbungen treten stark hervor.

Schale hart, glänzend fettig werdend. Grundfarbe zuerst grünlichgelb, später gelb, sonnenseits karmesinrot gestreift und mit feinen Schalenpunkten.

Fleisch hellgelb, unter der Schale mehr gelb, sehr mürbe und saftig, fein weinig, edel gewürzt, mit herrlichem Aroma.

Reifezeit:

Je nach Standort ab Ende August. Direkt vom Baum essbar. Früchte sind nicht windfest. Fruchtfall häufig schon vor der Baumreife.

Circa zwei Monate ohne Aromaverlust lagerbar.

Standort:

Bis in geschützte mittlere Höhenlagen anbauwürdig. Maritimes Klima ideal. Bei guter Wasserversorgung auch in Lagen ohne hohe Luftfeuchte anbaufähig. Bevorzugt nährstoffreichen, durchlässigen Boden.

Verlangt einen ausgesprochen feuchten Boden und feuchte Luft.

Anfälligkeit:

Stark anfällig für Blattschorf, Mehltau, Obstbaumkrebs, Apfelwickler und verschiedene Virosen. Mittelstark Feuerbrand gefährdet. An den Früchten tritt oft Stippe auf. Empfindlich gegenüber kupferhaltigen Präparaten.

Blüte:

Frühe lang anhaltende Blüte. Empfindlich bei Spätfrösten. Schlechter Pollenspender, da triploid.

Sonstiges:

Ausgeprägte Alternanz (Erntereiches Jahr und ernteloses Jahr im Wechsel).

An günstigen Standorten einer der am stärksten wachsenden Sorten.

Auch bekannt u.a. als 'Blumenkalvill', 'Diels Sommerkönig', 'Marbapfel' oder 'Stroemling'


http://www.obstsortendatenbank.de, Buch "Alte und neue Apfelsorten", Franz Mühl, Buch: "Apfelsorten in Deutschland - Ein Bestimmungsbuch", Ariane Müller, Dankwart Seipp

Weitere Schlagworte: Der botanische Obstgarten - Schäbles Schenkung

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