100 Bäume

Das Grundstück zwischen Wemding und Rudelstetten übertrug Antonie Schäble 2011 dem Landkreis Donau-Ries. Verbunden mit der Schenkung war der ausdrückliche Wunsch, das Stück Land „… zum Wohle der Natur und der Menschen durch naturgemäße Pflegemaßnahmen zu erhalten und als lehrreiches Naturobjekt vor allem für die Jugend auszubauen.“

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Ananasrenette

Geschichte:

Vermutlich um 1820 in Holland entstanden. Möglicherweise auch schon früher. Wurde 1857 vom Pomologenverein zum Anbau empfohlen.

Frucht:

Klein bis mittelgroß (ca. 110 g), gleichmäßig hochrund. Schmaler, geschlossener Kelch in nur sehr flacher Absenkung. Dünner Stiel in kleiner, strahlig berosteten Grube.

Glatte, fettige Schale. Goldgelbe Grundfarbe mit deutlichen Rostpunkten. Duftende, druckempfindliche Früchte. Fruchtfleisch fast weißes, feinzellig, fest mit Lagerung zunehmend mürb, saftig, weinsäuerlich. Aroma erinnert an schwarze Johannisbeeren.

Reifezeit:

Je nach Lage ab Anfang Oktober. Das Aroma profitiert von einer späten Ernte. Die Früchte sind windfest. Im kühlen Naturlager ca. fünf Monate haltbar.

Standort:

Gute Böden mit ausreichender Feuchtigkeit. Bis in windgeschützte mittlere Höhenlagen anbaufähig.

Anfälligkeit:

Stark Feuerbrand gefährdet. Stark Mehltau anfällig, robust für Apfelschorf. Auf schweren oder nassen Böden tritt Obstbaumkrebs auf. Anfällig für Apfelwickler und Blutlaus.

Blüte:

Mittelfrüher Zeitpunkt. Lange anhaltend, witterungsunempfindlich. Guter Pollenspender.

Sonstiges:

Krebskranke Bäume bringen sehr schöne Früchte.


Text: Buch "Alte und neue Apfelsorten", Franz Mühl

Weitere Schlagworte: Der botanische Obstgarten - Schäbles Kleinod

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