Botanischer Obstgarten Donau-Ries auf Schäbles Schenkung

Das Grundstück zwischen Wemding und Rudelstetten übertrug Antonie Schäble 2011 dem Landkreis Donau-Ries. Verbunden mit der Schenkung war der ausdrückliche Wunsch, das Stück Land „… zum Wohle der Natur und der Menschen durch naturgemäße Pflegemaßnahmen zu erhalten und als lehrreiches Naturobjekt vor allem für die Jugend auszubauen.“

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Rheinischer Bohnapfel

Geschichte:

Vermutlich zwischen 1750 und 1800 aus einer Knospenmutation am Niederrhein entstanden. 1797 wurde die Sorte vom Pomologen Sickler beschrieben.

Frucht:

Klein bis mittelgroß (ca. 110 g), oval, walzen- und fassförmig und meist gleichmäßig gebaut.

Weite, flache, faltige Kelchgrube mit geschlossenem, kleinem bis mittelgroßem Kelch.

Kurzer, kräftiger, typisch knopfiger Stiel in enger, flacher Stielgrube.

Schale zäh, glatt, matt glänzend. Grundfarbe grün bis gelbgrün. Deckfarbe bräunlich-rot verwaschen mit hellen Punkten und kleinen Roststernen. Druckfest.

Das Fruchtfleisch ist gelblichweiß, fest, wenig saftig, schwach süß, säuerlich und ohne besonderes Aroma.

Reifezeit:

Ab Mitte bis Ende Oktober. für die Verwertung ab November geeignet. Genussreife von Januar bis Juni. Lagerfähigkeit bis Juni. Die Früchte sind gut sturmfest.

Spät einsetzender, im Alter ansteigender Ertrag. Generell mittel bis hohe Erträge. Starke Alternanz.

Standort:

Stellt nur wenig Ansprüche an Klima und Boden. Auch für raue Höhenlagen geeignet. Sehr frostharter Baum.

Anfälligkeit:

Wenig Feuerbrand und Schorf gefährdet. Auf schweren, nassen Böden kann Obstbaumkrebs auftreten. Kein Mehltau oder Stippe. Widerstandsfähig gegen Blutlausbefall.

Blüte:

Mittelfrühe, langanhaltende, unempfindliche Blüte. Tritt an den ein- und mehrjährigen Trieben auf. Schlechter Pollenspender, da triploid. Selbstfruchtbarkeit tritt auf.

Sonstiges:

Auch bekannt unter den Namen 'Jockerle', Kleiner Bohnapfel', 'Rabiner', 'Salzhäuser Rheinischer', 'Schafskopf',  'Anhalter', 'Zimmermännle' und 'Petit Bohn'.

Wurde 1922 zusammen mit den Sorten 'Jakob Lebel' und 'Ontario' von der Deutschen Obstbaugesellschaft zu den drei "Reichsobstsorten" ernannt und somit als wirtschaftlich wichtig und empfehlenswert eingestuft.


https://www.baumschule-horstmann.de, Buch: " Alte und neue Apfelsorten", Franz Mühl, Buch: "Apfelsorten in Deutschland - Ein Bestimmungsbuch", Ariane Müller, Dankwart Seipp

Weitere Schlagworte: Der botanische Obstgarten - Schäbles Schenkung

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